Aussprachestörungen (phonetisch-phonologische Störungen)

Was ist eine phonetische Störung?

Eine phonetische Störung besteht, wenn ein Kind einzelne Laute nicht bilden kann, oder nur abweichend von der deutschen Aussprache.
Am häufigsten tritt der der sogenannte „Sigmatismus“, umgangssprachlich „Lispeln“ auf. Hierbei bildet das Kind den Laut „s“ zwischen oder direkt an den Frontzähnen oder die Luft entweicht links, rechts oder beidseitig an den Zahnreihen.
Hervorgerufen werden die phonetischen Störungen oft durch muskuläre Beeinträchtigungen im Bereich der Artikulationsorgane (Myofunktionelle Störung).

Was ist eine phonologische Störung?

Die Kinder können die Einzellaute korrekt aussprechen bzw. auf Aufforderung nachahmen, lassen die Laute im Wort jedoch aus, ersetzen sie durch einen anderen Laut oder verwenden sie nicht an der richtigen Stelle.
Dies kommt bis zu einem gewissen Alter bei allen Kindern in der normalen Sprachentwicklung vor. Besteht eine Verzögerung  von mehr als 6 Monaten im Vergleich zum normalen Spracherwerb, so spricht man von einer phonologischen Störung, welche logopädisch behandelt werden sollte.

  • Auslassung: z.B. „Bume“ statt Blume
  • Ersetzung: z.B. „Tuchen“ statt Kuchen
  • Umstellung: z.B. „Netterschling“ statt „Schmetterling“
Welche Folgen ergeben sich bei einer Aussprachestörung?

Eine unbehandelte phonologische Störung wirkt sich auf den Lese-/Rechtschreiberwerb aus und kann zu einer Leserechtschreibschwäche führen.

Wodurch kann eine Aussprachestörung entstehen?

Häufig ist keine eindeutige Ursache erkennbar, es wird jedoch folgendes vermutet:

Therapie / Beratung

Basierend auf einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen sowie auf standardisierten und informellen Diagnostikverfahren beraten wir Sie hinsichtlich Therapiebedarf und -ansätzen und sprechen unsere Empfehlung zum therapeutischen Vorgehen aus.

Des Weiteren geben wir Ihnen wichtige Tipps mit auf den Weg, mit welchen Möglichkeiten Sie den Therapieverlauf positiv beeinflussen können.
Jede Therapie wird individuell an die Wünsche und Ziele des Patienten orientiert gestaltet.

Wir unterliegen – wie alle anderen Heilberufe – einer strengen Schweigepflicht.
Mit Ihrem Einverständnis arbeiten wir mit Ärzten, Kindergärten, Schulen, Pflegeheimen und Angehörigen zusammen. Ein ständiger Austausch ist Voraussetzung für eine gute Behandlung und schnelle Erfolge.

Auch Fallbesprechungen innerhalb unserer wöchentlichen Teamsitzung und fachliche Weiterbildungen im Rahmen von zahlreichen Fortbildungen garantieren eine hohe Qualität unserer Arbeit.