Unterstützte Kommunikation

Bei starken Beeinträchtigungen der Kommunikation bzw. der sprachlichen Verständigung mit fremden und/oder vertrauten Personen kann eine unterstütze Kommunikation oftmals hilfreich sein.
Es gibt diesen Menschen eine Chance, an der Gesellschaft aktiv teilzunehmen, soziale Kontakte zu pflegen und ein selbstbestimmtes Leben zu fördern.
Das Ziel ist es, im Alltag effektiv und unabhängig zu kommunizieren. Dadurch erlangen Betroffene eine bessere Teilhabe am sozialen Leben, die Mit- und Selbstbestimmung wird dadurch gestärkt sowie das „in Kontakt treten“ mit vertrauten und fremden Menschen.
Dabei kann die lautsprachliche Kommunikation durch unterschiedliche Hilfen (Gebärden, technische Hilfen, …) ersetzt oder unterstützt werden.

Für wen ist unterstützte Kommunikation geeignet?

Unterstützte Kommunikation wird sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen eingesetzt, die:

  • (noch) nicht sprechen können
  • nur schwer verständlich sprechen können
  • keine komplexe Lautsprache erwerben können
  • aufgrund einer Operation vorübergehend nicht sprechen können

Bei folgenden Störungsbildern kann unterstützte Kommunikation eingesetzt werden:

  • Menschen mit angeborener Behinderung: Cerebralparese, geistiger Behinderung, Mehrfachbehinderung, Autismusspektrumstörung, etc.
  • Menschen mit einer fortschreitenden Erkrankung: Muskeldystrophie, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Amyotrophe Lateralsklerose, etc.
  • Menschen mit einer erworbenen Schädigung: Schädel-Hirn-Trauma, Querschnittslähmung, Schlaganfall und dadurch bedingter Sprechstörung (Dysarthrie)
  • Menschen mit vorübergehend eingeschränkten sprachlichen Möglichkeiten: Gesichtsverletzungen, Tracheotomie / Beatmung, etc.

 

Welche Formen der unterstützten Kommunikation gibt es?

Nicht-elektronische Kommunikationshilfen:
Körpereigene Kommunikationsformen (Gebärden, Gesten, Blicke) oder Anschaffung von Kommunikationsbüchern (Fotos, Symbole, Buchstaben oder einzelne Wörter, auf welche der Betroffene zeigen soll).

Elektronische Kommunikationshilfen (Sprachausgabegeräte):
Durch zahlreiche unterschiedlichste Technikverfahren, kann nahezu für jeden Nutzer eine Möglichkeit zur Bedienung gefunden werden (z.B. über Touchscreen, Joystick, Augensteuerung, etc.).

Therapie / Beratung

Basierend auf einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen sowie auf standardisierten und informellen Diagnostikverfahren beraten wir Sie hinsichtlich Therapiebedarf und -ansätzen und sprechen unsere Empfehlung zum therapeutischen Vorgehen aus.

Des Weiteren geben wir Ihnen wichtige Tipps mit auf den Weg, mit welchen Möglichkeiten Sie den Therapieverlauf positiv beeinflussen können.
Jede Therapie wird individuell an die Wünsche und Ziele des Patienten orientiert gestaltet.

Wir unterliegen – wie alle anderen Heilberufe – einer strengen Schweigepflicht.
Mit Ihrem Einverständnis arbeiten wir mit Ärzten, Kindergärten, Schulen, Pflegeheimen und Angehörigen zusammen. Ein ständiger Austausch ist Voraussetzung für eine gute Behandlung und schnelle Erfolge.

Auch Fallbesprechungen innerhalb unserer wöchentlichen Teamsitzung und fachliche Weiterbildungen im Rahmen von zahlreichen Fortbildungen garantieren eine hohe Qualität unserer Arbeit.